
Erfahrungsbericht
FSJ in einer Ev. Pfarrgemeinde
„Ein Jahr, in dem ich mich weiterentwickeln konnte und viele schöne Momente erleben durfte.“
Jonas, 18 Jahre, FSJ in 2025/2026, in der Ev. Pfarrgemeinde Waldhof-Gartenstadt (Gnadenkirche Mannheim)
Persönlich und direkt – 4 Fragen, 4 Antworten:
Ich wollte nach dem Abi auf jeden Fall einen Freiwilligendienst machen, um ein Jahr lang neue Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig etwas Gutes tun. Meine Erwartung war, dass das FSJ eine Win-Win-Win-Situation ist - für die Einsatzstelle, die Unterstützung bekommt, für die Menschen, denen man helfen kann und natürlich auch für mich, weil ich mich weiterentwickeln kann. Diese Erwartung hat sich für mich persönlich absolut bestätigt.
Mein Arbeitsalltag ist unfassbar vielfältig. Zum einen bin ich bei quasi allen bestehenden Angeboten der Gemeinde dabei, vom Kindertreff über Kindergottesdienst und Konfi-Arbeit bis zu Seniorennachmittagen. Einen Tag pro Woche verbringe ich in der Kita.
In der restlichen Zeit bereite ich vor und nach, erledige organisatorische Dinge, kümmere mich um unseren Instagram- und WhatsApp-Kanal und plane meine eigenen Projekte. Insgesamt ist keine Woche wie die andere und genau das zeichnet für mich das FSJ in einer Gemeinde aus.
Herausfordernd war es für mich am Anfang, erstmal Fuß in einer mir komplett unbekannten Gemeinde zu fassen, in der ich niemanden und mich niemand kannte. Das war gleichzeitig aber auch von Vorteil, weil ich so ganz frisch und mit „Blick von außen“ auf das Gemeindeleben und die Menschen blicken konnte. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass eigentlich alle Menschen sehr offen waren und mich sehr herzlich in die Gemeinde aufgenommen haben.
Die besonderen Erlebnisse waren die, wo ich gemerkt habe, dass ich wirklich etwas bewirke und Menschen gerade mit meiner Arbeit glücklich machen kann. Manchmal waren es aber auch einfach kleine Momente, in denen die zwischenmenschliche Verbindung stark und spürbar war und in denen ich gedacht habe: Genau deshalb mache ich das hier!
Und noch ein absolutes Highlight: die FSJ-Seminare! Es sind Wochen voller Spaß, guter Laune und Austausch und ich vermisse sie jetzt schon ein kleines bisschen…
Ich habe mich auf ganz vielen Ebenen weiterentwickelt. Dazu gehören natürlich praktische Skills (Instagram, Andacht schreiben, etc.), aber noch viel mehr persönliche Eigenschaften. Ich bin selbstständiger geworden und selbstbewusster. Ich habe noch mehr gelernt, offen zu sein und Menschen erst einmal unvoreingenommen kennenzulernen. Und ich habe mich auch so intensiv wie noch nie mit meinem Glauben auseinandergesetzt. Das FSJ war für mich definitiv die richtige Entscheidung und ich werde die Gemeinde schweren Herzens für mein Studium in Politikwissenschaft und Recht verlassen.
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