Erfahrungsbericht

FSJ an einer Schule

„Am schönsten ist für mich zu sehen, dass man etwas bewirken und verändern kann: Dass meine Arbeit für die Schülerinnen und Schüler einen echten Mehrwert hat. Es ist toll zu erleben, wie gern sie mit mir lernen, wie offen sie sich mir anvertrauen und wie sehr sie die gemeinsame Zeit schätzen.“


Lea, 19 Jahre, FSJ in 2026, an der Sandhofen Realschule in Mannheim

 

 

 

Persönlich und direkt – 4 Fragen, 4 Antworten:

Nach meinem Abitur wusste ich noch nicht so richtig, was ich danach machen möchte. Ich hatte aber auf jeden Fall vor, ein Jahr zu überbrücken, bevor ich mit einem Studium anfangen wollte. Anfang November habe ich mich dann über verschiedene Studiengänge informiert und erfahren, dass auch ein halbjährliches FSJ bei der Bewerbung oft positiv angerechnet wird. Deshalb wollte das übrige halbe Jahr noch nutzen. Also habe ich mich bei ganz unterschiedlichen Stellen beworben und wurde bei einer Realschule angenommen. 
In mein FSJ bin ich mit viel Neugierde und einer Portion Respekt vor dem neuen Alltag mit seinen Aufgaben gestartet. …und wurde positiv überrascht und aufgenommen!

Mein Arbeitstag startet morgens um 07:55 Uhr und endet an den meisten Tagen um 15 Uhr. Ich unterstütze die Lehrkräfte während des Unterrichts in den Klassen 5 und 6 jeweils an festen Tagen in der Woche. Zusätzlich begleite ich die Mittagspause und biete den Schülerinnen und Schülern dort kreative Angebote. Auch in die Kiosk-AG und in unserer Zirkus-AG bin ich eingebunden und darf mitwirken. Außerdem habe ich mit älteren Schülerinnen und Schülern eine Nachmittags-AG gegründet. In dieser dürfen sie mit gemeinsamen Spielen und kleinen Snacks ihre Zeit verbringen.

Ich wurde unglaublich herzlich und freundlich aufgenommen. Das freundschaftliche Verhältnis mit den Kolleginnen und Kollegen schätze ich sehr. Auf Support kann ich mich immer verlassen und darf meinen eigenen Arbeitsalltag mitgestalten! Die Schülerinnen und Schüler sind mir im Laufe der Zeit wirklich ans Herz gewachsen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihnen bedeutet mir viel und bereitet mir Freude. 

Es gibt und gab natürlich immer anstrengendere Phasen, gerade wenn Feste oder Veranstaltungen anstehen. Und natürlich verläuft es auch mit den Schülerinnen und Schülern nicht immer reibungslos und stressfrei. Solche Situationen haben aber in jedem Fall dazu beigetragen, dass ich mit den jeweiligen Klassen und Lehrkräften enger zusammengewachsen bin. Zu sehen, dass sich die jungen Menschen freuen, wenn ich im Unterricht dabei bin, ist immer besonders und macht mich sehr glücklich!

Durch die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern habe ich mich in jedem Fall in Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein geübt. Die Arbeit mit den Lehrkräften hat mir einen ersten Einblick in Unterrichtsaufbau und -struktur ermöglicht. Ich durfte das Schulleben insgesamt aus einer anderen Perspektive kennenlernen. 
Nach meinem Freiwilligendienst möchte ich gern studieren. Ich interessiere mich sehr für Psychologie und kann mir ein Studium gut vorstellen. Durch das FSJ hat sich aber auch mein Interesse am Lehramtsstudium gefestigt.

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